Warum ein Termin in der Babysprechstunde so wertvoll ist


Die erste Zeit mit einem Baby ist wunderschön – und gleichzeitig unglaublich herausfordernd. Viele Eltern zögern, sich Unterstützung zu holen, in der Hoffnung, dass sich Schwierigkeiten „von selbst“ lösen. Doch gerade bei sehr unruhigen Babys oder sogenannten Schreibabys kann es enorm hilfreich sein, frühzeitig eine Babysprechstunde in Anspruch zu nehmen. Je früher Eltern entlastet werden, desto besser kann sich wieder mehr Ruhe und Sicherheit im Familienalltag einstellen.
Das anhaltende Schreien eines Babys geht oft tief unter die Haut. Mütter und Väter fühlen sich davon nicht selten regelrecht angegriffen, hilflos oder überfordert. Schnell schleichen sich Schuldgefühle ein: Mache ich etwas falsch? Bin ich vielleicht keine gute Mutter oder kein guter Vater? Diese Gedanken sind weit verbreitet – und gleichzeitig sehr belastend. In der Babysprechstunde gibt es Raum, genau darüber zu sprechen und gemeinsam mit der Therapeutin zu schauen, was hinter dem Schreien stecken könnte und welche konkreten Schritte helfen können.
Ein zentraler Aspekt dabei ist die Stärkung des elterlichen Selbstvertrauens. Niemand kommt als perfekter Elternteil auf die Welt – Elternsein ist ein Lernprozess. Gerade beim ersten Kind sind Mutter und Vater komplette Anfänger, und das darf auch so sein. Sich begleiten zu lassen, bedeutet nicht zu versagen, sondern Verantwortung zu übernehmen: für sich selbst, für das Baby und für eine gute Beziehung zueinander. Eine Babysprechstunde kann dabei unterstützen, Sicherheit zu gewinnen, die eigenen Gefühle besser einzuordnen und den eigenen Weg als Familie zu finden